Bordüngung / Distelbekämpfung
Falls im Frühjahr keine Bor-Düngung erfolgte, ist der Reihenschluss der ideale Zeitpunkt für eine Düngung. Auf Bor-Mangel reagiert die Zuckerrübe mit der sogenannten Herz- und Trockenfäule. Dabei kann es zu Ertrags- und Qualitätsausfällen (Fäulnis) kommen.
Bis zu 1 kg reinem Bor kann in einer Spritzung ausgebracht werden. Bei höheren Gaben empfiehlt sich eine Splittung. Eine Düngung sollte sich am tatsächlichen Bedarf orientieren (Bodenuntersuchung), da Bor bei überzogener Düngung in anderen Kulturpflanzen (z. B. Getreide) zu Schäden führen kann.
Eine Mikronährstoffdüngung ist nach Untersuchungen des BGD in Zuckerrüben meistens nicht wirtschaftlich. Bei Verdacht auf Mikronährstoffmangel sollte eine Bodenuntersuchung erfolgen. Diese ist günstiger als die langjährige unnötige Düngung. Bei akuten Verdacht auf Mikronährstoffmangel kann eine Düngung erfolgen. Hiefür bietet sich z. B. ESPO MICROTOP an, das neben Bor auch Magnesium, Schwefel und Mangan enthält.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://bisz.suedzucker.de/Duengung/Grundnaehrstoffe_im_Zuckerruebenanbau/
Distelbekämpfung:
Disteln können mit Lontrel erfasst werden, so lange sie noch nicht blühen. Der optimale Zeitpunkt für die Lontrel-Anwendung ist erreicht, wenn die Wuchshöhe der Disteln ca. 10 – 20 cm beträgt, bzw. wenn im Distelnest die weitest-entwickelten Distelpflanzen das Knospenstadium erreicht haben. Die besten Bekämpfungserfolge werden bei der Solo-Anwendung der vollen Aufwandmenge von 1,2 l/ha Lontrel erzielt. Bei trockener Witterung empfiehlt sich ein Ölzusatz.

